• Generation Z meets 4 K

    Projektleitung: Martina Ruoss, Christof Glaus und Markus Roffler
    Institution: BBW Winterthur
    Kontakt: martina.ruoss@bbw.ch

    Mit Hilfe eines klassenübergreifenden Wettbewerbs soll die Kommunikation der Generation Z auf kreative und unterhaltende Art sichtbar gemacht werden. Die Wettbewerbsbeiträge sind #kreativ, #kommunikativ, #kollaborativ und #kritisch.

    Produkt
     
    Als Produkt liegt ein Abschlussbericht vor, der hier (PDF, 85KB) heruntergeladen werden kann.

    Beschreibung

  • Selbstverantwortliches Lernen mit KI im Englisch

    Projektleitung: Michael Beusch, Preethy Alex, Marija Josifovic, Ralph Kilchenmann (und Hansjürg Perino als Experte)
    Institution: KS Rychenberg, KS Uetikon, KS Unterland und KS Hottingen
    Kontakt: michael.beusch@krw.ch

    Dieses Projekt versucht, die positiven Aspekte der KI im Englischunterricht nutzbar zu machen, indem die Lernenden lernen, KI zu nutzen, um Sprachfertigkeiten und eigenständige Lernprozesse zu fördern.

    Beschreibung

    Soweit wir das beobachten können, nutzt die grosse Mehrheit der Lernenden auf SekII-Stufe KI, insbesondere ChatGPT, selbständig, währenddem KI nicht von vielen LP im Unterricht eingesetzt wird.

    Einige LP sagen, sie hätten mit dem Einsatz von KI sogar Mehraufwand, z.B. beim (Vor-)Korrigieren von Texten der Lernenden durch KI, weil sie dann doch alle von KI produzierten Kommentare überprüfen müssten, insbesondere bezüglich ‘Halluzinationen’. Ausserdem bezweifeln viele, ob sich der beträchtliche Initialaufwand lohne, weil es gewisse KI-Tools vielleicht nach kurzer Zeit gar nicht mehr gebe. Unser Projekt hat das Potential, eben solchen Initialaufwand durch die Erfahrungen, die wir weitergeben, beträchtlich zu senken. Zudem steht beim Sprachtraining die genaue Faktenlage nicht immer im Vordergrund. Die Tools produzieren jedoch korrekte und vielfältige Sprache und können Regeln erklären oder Fehler verbessern (mit Erklärung), was die LP potenziell entlastet.

    Was Hattie in seinen Studien gezeigt hat (und in seiner kürzlich erschienenen Publikation «The Sequel» erneut unterstreicht), kann mit Hilfe von KI-Tools nun effektiv umgesetzt werden: viel Feedback, möglichst unmittelbar und mit Hinweisen «where to go next». KI kann beim Einüben von grammatikalischen Strukturen, Hörverständnis, Sprechen, Schreiben, sowie der Vertiefung in (literarische) Texte genau dies tun – auf individueller Basis – und dadurch Vertrauen aufbauen in die eigenen Sprach- und Interpretationsfähigkeiten. Dies antizipiert und erleichtert eine spätere Interaktion mit einem menschlichen Gegenüber, z.B. bei der Diskussion eines Ausschnitts aus einem literarischen Text im Klassen-

    Plenum oder gar an der mündlichen Maturaprüfung. Ausserdem können die Lernenden lange Zeit selbstständig arbeiten und jeweils entscheiden, wieviel mehr sie noch üben müssen oder wollen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

    Wir führen die Lernenden auf möglichst allen 4 bzw. 6 Jahrgansstufen des Gymnasiums ein in den stufengerechten Umgang mit KI-Tools und regen an, das Potential dieser Instrumente für ihr Lernen auszuloten. Nach einer Einführungsphase gibt es genug Zeit, um während der Lektionen, begleitet, Erfahrungen mit KI zu machen, und dabei schnell viel zu lernen und auch viel Spass zu haben. Nebst Sprechen, Lesen und Hören wird es auch einen Fokus auf Schreibprozesse geben. Unter Einbezug des Konzepts der Eigenverantwortung im Lernprozess und mit klaren Regeln zur Deklaration der Herkunft und Produktion von Inhalten wird auch projektartiges Arbeiten zu zweit oder in kleinen Gruppen auf der Sek II-Stufe möglich sein. Wir dokumentieren dann, was gut funktioniert hat, damit andere Lehrpersonen deutlich weniger Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung haben, wenn sie Ähnliches versuchen wollen.

    Didaktisch-methodisches Konzept

    Einführung in die Handhabung der zu benutzenden KI-Tools. Abstecken des Ranges von möglichen Lernzielen in der aktuellen Phase des Unterrichts. Bestimmen, wie diese Ziele überprüft werden, und wann sie als erreicht gelten und wieviel Zeit insgesamt für eine Phase zur Verfügung steht.

    Dann in Eigenverantwortung individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen arbeiten. Support durch die Lehrperson

    bezüglich Sprachlichem, Inhaltlichem, Technischem, bei Kleingruppen auch bezüglich Zusammenarbeit – wo gefragt oder notwendig.

    Wirkung

    Die Lernenden erfahren, wie sie in grosser Eigenverantwortung durch die Unterstützung von KI selbstständig ihre Lernprozesse steuern und beschleunigen können. Sie lernen, ihre eigenen Sprachprodukte zu entwickeln und mit Selbstvertrauen digital zu dokumentieren und dann (stolz) analog oder digital zu präsentieren.

    Der Mehrwert für Englisch-Lehrpersonen (und Lehrpersonen weiterer moderner Fremdsprachen) an vielen Schulen wird beträchtlich sein, wenn wir zeigen können, welche Unterstützung und Beschleunigung der Lernprozesse mit dem Einsatz von KI-Tools erreicht werden kann, und dazu konkrete Lernwege erarbeiten, welche die LP entlasten.

     

    SAMR-Modell

    Im SAMR-Modell kann das Projekt in den Bereich "Redefinition" eingeteilt werden da es Aufgabenformate ermöglicht (dank KI), welche so vorher nicht möglich waren.

     
     
  • Sprachlich niederschwellige ABU-Lernzielkontrollen für EBA auf Moodle

    Projektleitung: Cyprian Jimenez, Claudia Coellen Helbling und Markus Koller
    Institution: Allgemeine Berufsschule Zürich
    Kontakt: cyprian.jimenez@abzh.ch

    Dieses Projekt zielt darauf ab, digitale Produkte benutzerfreundlich zu gestalten und ermöglicht EBA-Lernenden direktes Feedback in Leistungs- und Lernzielüberprüfungen. Durch eine innovative Anpassung von Lernpfaden basierend auf niedrigschwelligen Sprachniveaus wird eine zielgerichtetere Förderung ermöglicht.

    Beschreibung

    Die Lernenden der EBA-Klassen charakterisieren sich durch eine enorm hohe Heterogenität (unterschiedliche Vorbildung in verschiedenen Schulsystemen, Fremdsprachigkeit, Lernhindernisse, kognitive Schwächen, ADHS, Traumata etc.) und mangelnde Sprachkenntnisse. Auch fehlen regelmässig die IT-Kompetenzen, die die Berufsschule erwarten dürfte. Das Niveau der Sprachkenntnisse ist sehr oft nicht genügend, um dem Unterricht überhaupt folgen zu können geschweige denn, um in Lernzielüberprüfungen die Aufträge zu verstehen und adäquat umzusetzen. Regelmässig durchgeführte, individualisierte und professionell feedbackgebende formative Test werden aus mangelnden Ressourcen eher selten umgesetzt, obwohl sie ein zielführendes Mittel wären, um die Lernenden integrativ individuell zu fördern. Ein entsprechendes differenziertes Lehrmittel mit entsprechenden Aufgabenstellungen fehlt.

    Innovationspotenzial

    Die Benutzerfreundlichkeit von digitalen Produkten muss für EBA-Unterricht angepasst werden, so dass auch diese Lernenden von direktem Feedback in summativen und formativen Leistungs- und Lernzielüberprüfungen profitieren können. Des Weiteren bietet sich hier eine Individualisierung von Lernpfaden aufgrund einer formativen Lernzielüberprüfung mit niederschwelligem Sprachniveau für den EBA-Unterricht an, die dazu führt, dass die Lernenden zielgerichteter gefördert werden können.  Innovativ ist dies einerseits, weil die Differenzierung auf der Sek 2 noch wenig, und im EBA-Unterricht leider noch weniger, Einzug erhalten hat. Auch sind sprachlich niederschwellige Aufgabenstellungen nicht einfach zu erstellen, haben aber grosses Potential, um die Chancen der betroffenen Lernenden auf einen Lernerfolg zu erhöhen. Die Einfachheit der Lernzielkontrollen ermöglicht es gerade Lernenden mit Migrationshintergrund, ihr eigentliches Potential in gesellschaftlich angelegten Themen besser hervorzuheben und eigenständig zu überprüfen. Diese (Selbst)-Diagnose lässt daraufhin Schlüsse zu, ob Lerndefizite aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten entstanden sind. Das Resultat dieser Frage lässt schliesslich Schlüsse auf das nachfolgende Fortschreiten im Lernpfad zu. Ein entsprechender Fragenpool kann nicht nur der ABZ, sondern allen ABU-Lehrpersonen von grossem Nutzen sein.

     

     

    Die Einsetzung von digitalen Leistungsüberprüfungen (summativ wie auch formativ) ermöglicht es den Lernenden sich selbst besser einzuschätzen und in einem individualisierten Setting zu lernen. Des Weiteren entlastet die automatische Korrektur die Lehrperson, so dass diese die neu verfügbare Zeit in die Einzelbetreuung von Lernenden investieren kann. Der Unterricht verschiebt sich so automatisch von der Lehrperson hin zur lernenden Person, die Lehrperson durchläuft den Prozess zum Coach. Auf dem LMS stehen dazu professionelle Unterlagen zur Lernzielüberprüfung und zum Aufbau von differenzierten Lernpfaden zur Verfügung. Die Lernenden erlangen die Kompetenzen, sich selbständig einzuschätzen und eigenständig auf Defizite aufmerksam zu werden. Diese können dann durch die Lehrperson oder durch individuelle Lernpfade aufgefangen werden. Die einfache Sprache des angedachten Projektes ermöglicht es schliesslich auch Lernenden mit Migrationshintergrund, einen schnelleren und zielgerichteteren Erfolg im Schweizer Bildungssystem zu erlangen, so dass nicht mehr nur sprachliche sondern auch die restlichen, in der Allgemeinbildung vermittelten Kompetenzen, gefördert werden können. Diese sind ein wesentlicher Faktor für die Integration.

    Didaktisch-methodisches Konzept

    In diesem pädagogisch-didaktischen Konzept liegt der Fokus auf der Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen für EBA-Lernende. Durch die gezielte Individualisierung von Lernpfaden und den Einsatz formativer Prüfungen wird eine grundlegende Ebene der Unterrichtsdifferenzierung erreicht, um die Heterogenität der Klasse anzusprechen. Das Projekt ermöglicht vielfältige didaktische Methoden, von selbstbestimmtem Lernen bis zu kooperativen Ansätzen, und positioniert die Lehrperson als Coach für die Lernenden. Die Technik, insbesondere Moodle, wird als zentrales Element eingeführt und erfordert nur grundlegende IT-Kenntnisse. Durch die Bereitstellung von digitalen Inhalten wird die Integration in den Unterricht erleichtert, wobei die Technik als förderliches Werkzeug agiert und die erforderliche Infrastruktur von BYOD oder vorhandenen Computern gewährleistet wird. 

    Wirkung

    Dieses Projekt legt seinen Fokus auf die ABZ und (interkantonale) BFS mit EBA-Klassen, die SCROM-kompatible LMS einsetzen, wie es beispielsweise Moodle ist. Lehrpersonen benötigen bedingte LMS-Kompetenzen zur Anpassung des Produkts, während Lernende sich lediglich korrekt einloggen müssen. Die Evaluationsplanung setzt klare Ziele, darunter die Benutzerfreundlichkeit für digitale Immigrants und Lernende sowie die erfolgreiche Umsetzung formativer Lernzielüberprüfungen zur Eruierung individueller Lernstände. Der Evaluationsprozess umfasst zwei Phasen mit Lehrplanthemen, Tandemgruppen-Feedback und Anpassungen, wobei Partnerschulen möglicherweise in den Austausch einbezogen werden.

    SAMR-Modell

    Im SAMR-Modell kann das Projekt in den Bereich Modification eingereiht werden, weil es eine beachtliche Neugestaltung der bisherigen Lernabläufe ermöglicht.

     
     
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